Baurecht

Hierzulande untergliedert sich das Baurecht zunächst rechtlich in das öffentliche und das private Baurecht.

Das öffentliche Baurecht umfasst als Teil des besonderen Verwaltungsrechts dabei die Regelungen um das Verhältnis zwischen Staat (Landkreis/Kommune) und privaten Bauherren, während das private Baurecht die rechtlichen Beziehungen zwischen nichtstaatlichen, privaten Baubeteiligten, namentlich also Architekten, Ingenieuren, Bauunternehmen sowie Handwerkern einerseits und dem Bauherren andererseits betrifft. Auch das private Nachbarschaftsrecht spielt regelmäßig in letzteren Bereich hinein.

Während sich die entscheidenden Regelungen des öffentlichen Baurechts im wesentlichen den Baugesetzen des Bundes und der Länder sowie den örtlichen Planvorgaben im Bebauungsplan entnehmen lassen, sind für das private Baurecht neben den werkvertraglichen Normen des Bürgerlichen Gesetzbuches insbesondere die Regelung der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) beachtlich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das öffentliche Baurecht insbesondere dann einschlägig ist, wenn der bauwillige Bürger gegenüber der öffentlichen Hand eine Baugenehmigung erreichen möchte, während das private Baurecht dem zeitlich nachgelagert die (mangelfreie) Ausführung der genehmigten Baumaßnahmen betrifft.